OLMeRO AG

Referenz

Investitionen trotz Finanzkrise

Auf dem rund 12 000 m2 grossen Grundstück Neuweid in Oberkirch (LU) erfolgte am 6. Januar 2009 der Spatenstich für das neue AMAG RETAIL Kompetenz-Zentrum. Die Bauherrin setzt auf die wirtschaftlich immer bedeutender werdende Region Sursee, und das trotz unsicherer Wirtschaftslage. Irfan Cantekin berichtet über seine Erfahrungen mit den OLMeRO-Plattformen.

Irfan Cantekin, AMAG Automobil- und Motoren AG

"Automatisch sehen, was läuft."

Irfan Cantekin, AMAG Automobil- und Motoren AG

Das neue Kompetenzzentrum, ganz auf das markante Volkswagenund Audi-Design ausgerichtet, vereint Ausstellungsraum, separate Kundenzone, Werkstatt sowie Aufenthalts- und Mehrzweckräume unter einem Dach. Zudem ist eine Tiefgarage geplant, welcher ein Reifenlager für über 6000 Räder von Kunden angegliedert ist. Die Bauzeit beträgt rund 15 Monate. Für die Planung zeichnet das Architekturbüro Schenker + Schenker aus Oberkirch verantwortlich; Karl Steiner AG aus Luzern übernimmt die Realisation. Irfan Cantekin, Immobilien Manager bei der AMAG Automobil-und Motoren AG, erläutert im Gespräch mit PLANEN + BAUEN, welche Faktoren für ihn als Bauherrenvertreter in der Realisierung eines Bauprojekts besonders wichtig sind.

Wie kam es zu diesem Projekt und was war die Herausforderung?
Bereits vor einigen Jahren wurde mit der Projektierung begonnen, da die ehemalige Autotreff AG am bisherigen Standort an der Luzernerstrasse in Oberkirch schon seit längerer Zeit vor prekären Platzverhältnissen steht. Dieser Standort wird nun aufgelöst bzw. auf das Grundstück Neuweid ausserhalb des Ortes verlegt. Das bisherige Areal im Zentrum wird umgenutzt. Die AMAG Retail hat sich bereits vor zwei Jahren klar zum Standort Sursee bekannt und möchte ihr Engagement in den nächsten Jahren noch weiter ausbauen. Mit dem Ausbau können nicht nur die bestehenden Arbeitsplätze erhalten, sondern auch neue geschaffen werden. Die Kunden profitieren mit den AMAG Retail Standorten Cham, Ebikon, Emmen, Emmenbrücke, Kriens und Rain schon heute von der guten Zusammenarbeit mit der Region Zentralschweiz. Der neue Betrieb wird diesbezüglich noch mehr Möglichkeiten bieten.

Sie setzen in der Realisation auf den Projektraum von OLMeRO. Wie kam es dazu?
Vom Volumen her ist das Projekt in Oberkirch zwar kein Grossprojekt, aber die Anforderungen an die Gebäudetechnik aufgrund des Showrooms mit integrierter Werkstatt sind sehr komplex. Uns war schnell bewusst, dass es für die Realisation eine Plattform braucht, welche die Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten einfach ermöglicht. Ich bin ein grosser Fan von Onlineplattformen, welche einen einfachen Informationsaustausch ermöglichen. Und das ohne zeitliche und örtliche Einschränkung. Die Kommunikation wird klarer, Fehler können weitgehend vermieden werden. Für uns als Bauherr ist das ein grosser Pluspunkt in Bezug auf die Qualitätssicherung.

Wie wurde das Projekt strukturiert und was war Ihre Rolle dabei?
Zunächst einmal haben wir uns Klarheit über die wichtigsten Prozesse und Regeln für das Projektmanagement verschafft. Daraus ergaben sich dann die Vorgaben an den Projektraum. Aus den Aufgaben der einzelnen Projektbeteiligten folgte schliesslich, wer welche Benutzungsrechte auf der Plattform hat. Hinsichtlich des Planmanagements nimmt die Karl Steiner AG in diesem Projekt eine zentrale Kontroll- und Verteilfunktion wahr. So kann sichergestellt werden, dass immer die aktuellsten Pläne vor Ort sind. Fehler können vermieden werden. Anfänglich stiessen Regeln wie diese natürlich nicht nur auf Gegenliebe. Damit ein Projekt aber erfolgreich abgeschlossen werden kann, müssen klare Regeln und Prozesse definiert und kommuniziert werden. Denn für mich als Bauherr ist es essenziell, die Kosten im Griff und eine Übersicht über den aktuellen Stand des Projektes zu haben.

Wie schaffen Sie hierzu die Voraussetzungen?
Ich muss als Bauherrenvertreter von Anfang an klare Rahmenbedingungen festlegen, und zwar so, dass sich niemand hintergangen fühlt. Die Verantwortlichkeiten und Aufgaben müssen klar sein. Das ist ein entscheidender Faktor auch auf der Kostenseite. Die Funktionen des Projektraums, wie z.B. der Viewer, helfen mir dabei ganz konkret, Plott- und Kopierkosten einzusparen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wie lässt sich ihrer Meinung nach ein erfolgreiches Umdenken bewerkstelligen?
Ein Faktor ist der Kopf. Das System kann noch so einfach in der Handhabung sein, wenn der Kopf nicht will und die Bereitschaft für einen Wechsel nicht vorhanden ist, dann scheitert jedes Vorhaben. Es braucht meiner Erfahrung nach viel Überzeugungsarbeit.

Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen Faktoren eines erfolgreichen Projektraumeinsatzes?Wichtig scheint mir, dass man früh darüber informiert, dass Instrumente wie der Projektraum oder auch die Ausschreibungsplattform im Einsatz sein werden. So sieht man sehr schnell, wie das Gegenüber auf dieses Thema reagiert. Eine offene und transparente Kommunikation ist sehr wichtig. Es soll letztlich allen wohl sein. Natürlich kann man es nicht allen recht machen. Das ist klar. Aber man fühlt sich ernst genommen und es ist nicht mehr nur ein «Müssen».

Welches sind für Sie die wichtigsten Vorteile eines Projektraumeinsatzes?
Der uneingeschränkte Zugang zu den Informationen ist für mich das Wichtigste. Jede Information ist abgelegt und ich kann die Schritte nachvollziehen. Dies hilft einem natürlich bei der täglichen Arbeit. Hinzu kommt, dass der administrative Aufwand aufgrund der Hilfsmittel massiv reduziert werden kann. Und als Bauherr habe ich am Schluss die kompletten Informationen. Die Historie wird quasi parallel zum normalen Arbeitsprozess erstellt.

Nutzen Sie die Plattform auch als Controllinginstrument?
Das Controlling hat für mich nicht erste Priorität. Ich habe viel mit den Konzernzentralen von Audi und VW zu tun und da ist der direkte Zugriff auf die Pläne für mich sehr hilfreich. So spare ich mir den Weg über den Architekten. Ich sehe automatisch, was läuft. Für mich ist der Projektraum quasi ein Planlieferprogramm mit einer gewissen Kontrolle.

Gibt es auch Nachteile?
Im Grossen und Ganzen sind es Kleinigkeiten. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, werden wir sehen, wie sehr sich die Investition gelohnt hat. Dann kann ich einerseits meine Berechnungsliste zücken und schauen, wie hoch die Kopierkosten wirklich noch waren. Andererseits können wir auch ein Debriefing zur gesamten Projektabwicklung machen.

Sind neben dem Projektraum und dem ReproService auch noch andere Tools im Einsatz?
Ja, die Ausschreibungsplattform ist seit Anfang an quasi parallel zum Projektraum durch die Karl Steiner AG im Einsatz. Die gesamte Ausschreibung läuft zu 100% über OLMeRO. Wir setzen diese aktiv ein und profitieren sehr vom selektiven Verfahren, mit welchem wir unsere Kunden berücksichtigen können. Aus meiner Zeit bei Zschokke bin ich bereits vorbelastet. Zu dieser Zeit gehörten wir zu den Ersten, welche die Ausschreibungsplattform von OLMeRO im Einsatz hatten.

Planen Sie, die Tools auch bei weiteren Projekten einzusetzen?
Als Mitglied des Projektteams kann ich diese Entscheidung positiv beeinflussen. Tools wie die Ausschreibungsplattform und der Projektraum sind fast schon ein Standard.

Wir beraten Sie gerne